Fazit der 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver

Die XXI. Olympischen Spiele 2010 in Vancouver sind nun auch schon wieder Geschichte. Die Begeisterung der kanadischen Bevölkerung war grenzenlos, trotz der Skepsis im Vorfeld, sodass man von rundum gelungen Spielen sprechen kann. Dazu kommen die 14 Olympiasieger aus dem Gastgeberland, noch nie zuvor gab es so viele Goldmedaillen für ein Land.

Kanada sicherte sich im Medaillenspiegel mit 14 goldenen, 7 silbernen und 5 bronzenen Medaillen deutlich Platz 1 vor Deutschland (10/13/7) und den USA (9/15/13). Die Schweizer sorgten für klare Verhältnisse, 6 der 9 gewonnenen Medaillen waren golden. Österreich, mit enttäuschenden Ergebnissen bei den Alpinen Männern belegte den 9. Platz (4/6/6).

Herausragender Athlet, vielmehr Athletin, der Spiele war die Langläuferin Marit Björgen. Sie gewann Gold im Sprint, in der Doppelverfolgung und mit der Staffel. Dazu noch Silber und Bronze. Nicht minder erfolgreich war ihr Pendant bei den Männern, Petter Northug, ebenfalls aus Norwegen. Er gewann im Teamsprint und über 50 km. Mit der Staffel holte er Silber, dazu noch Bronze im Sprint. Bei den Männern war aber einer noch erfolgreicher. Der Chinese Wang Meng wurde im Short Track dreifacher Olympiasieger.
Deutschlands erfolgreichste Teilnehmerin war Magdalena Neuner. Nach Silber zum Auftakt gewann sie danach noch zweimal Gold, in der gesamten Rangliste liegt sie damit auf Rang 4. André Lange wurde mit seinem Sieg im Zweierbob, wo er seine 4. Goldmedaille seit 2002 holte, der erfolgreichste Bobpilot aller Zeiten. Gemeinsam mit seinem Anschieber Kevin Kuske gewann er damit Gold bei drei Winterspielen in Folge. Die Langläufer überraschten mit 5 Medaillen, eine davon sogar in Gold im Teamsprint der Frauen. Hoch dekoriert wurde auch Stephanie Becker bei ihren ersten Spielen. Einmal Gold und zweimal Silber im Eisschnelllauf für die 3. erfolgreichste Deutsche.
Simon Ammann mit 2 Olympiasiegen ist der Erfolgreichste aus der Schweiz. Für Österreich ist es Gregor Schlierenzauer mit einmal Gold und zweimal Bronze.

Doch es gab auch Enttäuschungen: u.a.
- Österreichs Skiherren: Sie blieben komplett ohne Edelmetall, zum ersten Mal in der olympischen Geschichte. Dreimal Platz 4, Zweimal Platz 5 und 6 stehen zu Buche.
- Deutsche Eishockey-Männer: Alle 4 Spiele gingen verloren, nur Lettland war noch schlechter. Und das zwei Monate vor der WM im eigenen Land. Schwierige Zeiten brechen an für Uwe Krupp.
- Helena Jonsson: Sie kam als Gesamtweltcup-Führende und große Favoritin der Biathleten nach Vancouver. Ohne Medaille trat sie die Heimreise an. Platz 12, 14, 49, 10 in den Einzelrennen und mit der Staffel Platz 5 waren die Resultate. Im Weltcup ist sie die Führung aufgrund dessen auch los.
- Deutsche Biathlon-Männer: Die 4 Olympiasiege aus Turin waren natürlich utopisch, doch 2 Medaillen waren das angepeilte Ziel. Eine im Einzel und eine mit der Staffel. Am Ende wurde beides verpasst. Michael Greis wurde ebenso wie die Staffel 5. Schade dass der Umbruch gerade in einem Olympia-Jahr seinen Höhepunkt findet.
- Russische Sportler: Lediglich dreimal Gold, fünfmal Silber und siebenmal Bronze und Platz 11 im Medaillenranking waren das Ergebnis. In Turin wurden noch 22 Medaillen geholt. Russische Medien titeln “Versagen von Vancouver“. Jetzt wird der Schuldige gesucht. Der OK-Chef für 2014 ist bereits zurückgetreten
- Sven Kramer wurde enttäuscht: Auf Gold-Kurs liegend über 10.000 m wurde er von seinem Trainer auf die falsche Bahn gewiesen. Aus der Traum. Er hat sich von seinem Trainer bereits getrennt.

Autor: luk_FCB

One Response to “Fazit der 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver”

  1. [...] Americans would support, as it give credit to all medal winners, not just those who won gold. …Fazit der 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver | FM …Die XXI. Olympischen Spiele 2010 in Vancouver sind nun auch schon wieder Geschichte. Die [...]

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