11. Wettkampftag – Dienstag 23. Februar

Entscheidungen am Dienstag:

  • Biathlon – Staffel Frauen
  • Eisschnelllauf – 10.000 m Männer
  • Ski alpin – Riesenslalom Männer
  • Nordische Kombination – Teamwettbewerb
  • Ski Freestyle – Skicross Frauen

Ziel war Gold, es wurde nur Bronze. Nach der Absage von Magdalena Neuner lief die deutsche Staffel in der Besetzung Kati Wilhelm, Simone Hauswald, Martina Beck und Andrea Henkel. Mit nur 5 Schießfehlern war es zwar die Saisonbestleistung, doch auf der Strecke verloren alle viel Zeit. Russland, mit Sleptsova, Bogaly, Medwedzeva und Zaitseva, ebenfalls mit 5 Fehlern, lief knapp 40 Sekunden Vorsprung heraus. Dazwischen landete noch Frankreich (Brunet, Becaert, Dorin und Bailly) die sich gar 2 Strafrunden erlauben konnten. Auf der Schlussrunde ging Sandrine Bailly dann an Andrea Henkel vorbei, welche überhaupt nicht folgen konnte. 4. wurde Norwegen vor den Schwedinnen, die nicht eine Medaille erreichen konnten.

Sven Kramer aus den Niederlanden hieß der große Pechvogel beim Rennen über die 10 km. Bei 8.000 m wurde er von seinem Trainer, in Führung liegend, auf die falsche Bahn gewiesen. Er lief olympischen Rekord, wurde danach aber disqualifiziert und verpasste so die 100. Goldmedaille für Oranje in der Olympia-Geschichte. Es gewann der Südkoreaner Seung-Hun Lee. Silber ging an den Russen Ivan Skobrev, Bronze an den Holländer Bob De Jong.

Der Weltmeister ist nun auch der Olympia-Sieger. Carlo Janka aus der Schweiz verteidigte seinen Vorsprung aus dem ersten Lauf. Kjetil Jansrud aus Norwegen fuhr mit Laufbestzeit noch vom 11. Platz auf den Silberrang nach vorne. Aksel Lund Svindal machte seinen Medaillensatz als 3. komplett. Felix Neureuther fuhr den besten Riesenslalom seiner Karriere. Nach dem 1. Lauf schon guter 13., fuhr er mit 5. bester Zeit im 2. Durchgang sogar noch auf Platz 8 nach vorne. Ein klasse Ergebnis, wo er sich doch nur für den Slalom einfahren wollte. Er ließ Leute wie Blardone, Ligety und Cuche hinter sich. Die Österreicher gingen abermals leer aus. Sie belegten mit Hirscher, Baumann und Raich die Plätze 4, 5 und 6. Bei den Männern eine komplett enttäuschende Olympiade, von der selbsternannten Skination Nummer 1.

Die deutschen Kombinierer haben sich die Bronzemedaille im olympischen Teamwettkampf geholt. Johannes Rydzek, Tino Edelmann, Eric Frenzel und Schlussläufer Jörn Kircheisen mussten sich am Ende nur den Mannschaften aus Österreich und der USA beugen. Nach dem Springen von der Großschanze lag die Auswahl noch 46 Sekunden hinter den Medaillenrängen. Doch im Verlauf des Rennens hatte die deutsche Auswahl Pech, als Edelmann den Anschluss an die Österreicher und Amerikaner hergestellt hatte, stürzte und die Lücke nicht mehr schließen konnte.

Lokalmatadorin Ashleigh McIvor ist die erste Olympiasiegerin im Skicross. Über 4.000 Zuschauer in Cypress Mountain feierten das sechste Gold für die Gastgeber. Silber holte die Norwegerin Hedda Bernetsen, die bis vor zwei Jahren noch im alpinen Skizirkus unterwegs war. Bronze ging an die Französin Marion Josserand. Die deutschen Damen schieden im Achtelfinale aus.

Autor: luk_FCB

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